Ein für den 14. Mai anberaumtes Treffen zwischen Behördenvertretern, der Gemeinde Pucacuro und Vertretern der Firma Pluspetrol im Amazonasgebiet hat nicht stattgefunden, meldet die Agentur Servindi. Die Achuar müssen also weiter darauf warten, dass die Verschmutzung des WasserreservoirsAtiliano ernsthaft untersucht wird. 2006 stellten Gesundheitsbehörden bei den Bewohnern erhöhte Blei- und Kadmiumwerte im Blut fest.
An diesem Mittwoch führt Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff die sieben Mitglieder der Wahrheitskommission offiziell ins Amt ein. Damit beginnt eine auf zwei Jahre angelegte Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit zwischen 1946 und 1988. Für ihre ausgewogene Kandidatenauswahl erntete Rousseff durchweg Lob.
Der Rektor der katholischen Universität in Lima bittet den Vatikan um neuen Verhandlungspartner im Konflikt. Eine gütliche Einigung ist vorerst nicht in Sicht. Nachdem der Streit um eine Statutenänderung der Universität beigelegt schien, geht es jetzt um die Liegenschaften.
Die Versuchung ist groß. Die Feinunze Gold wird heute an der Börse mit rund 1.580 US-Dollar gehandelt. Da fällt auch für Goldschürfer im Amazonasgebiet mehr ab, als wenn sie versuchen würden, Früchte zu vermarkten. Verseuchte Flüsse und Böden stören diejenigen nicht, die dem Goldrausch hinterherhecheln. Welche Chancen haben landwirtschaftliche Alternativen? Streiflichter einer Diskussion.
Die US-Supermarktkette hat ohnehin nicht den besten Ruf. Jüngst wurde auch noch bekannt, dass das Unternehmen Bestechungsgelder zahlte, um neue Märkte in Mexiko eröffnen zu können.
Brasilianischer Film auf der Berlinale ausgezeichnet
Waste Land (2010)
Der Dokumentationsfilm "Waste Land" hat auf der diesjährigen Berlinale den Amnesty International Filmpreis und den Panorama Publikumspreis erhalten. Die britisch-brasiliansiche Koproduktion dokumentiert die Arbeit des Künstlers Vik Muniz an einem Großprojekt in Rio de Janeiro. Muniz, der inzwischen hauptsächlich in New York lebt, erstellt Skulpturen aus alltäglichen Materialien. Der Film zeigt die Entstehung einer Installation aus Müll im „Jardim Gramacho“, einer der größten Mülldeponien der Welt. Neben dem Protagonisten Muniz stellt der Film auch eine Reihe von einheimischen "catadores" vor, die ihre Existenz mit dem aufsammeln und recyclen von Müll bestreiten. Sie haben bei der Entstehung der Kunstwerk mitgewirkt. Die Regie führten Lucy Walker, João Jardim und Karen Harley.
Der Amnesty International Filmpreis ging dieses Jahr zum ersten Mal an zwei Filme. Neben "Waste Land" wurde auch der irakische Spielfilm "Son of Babylon" ausgezeichnet. Insgesamt wurden während der Berlinale acht Filme aus Brasilien gezeigt.