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22.05.2012

Kolumbien

Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten

Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.

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21.05.2012

Mexiko

Drei Generäle der mexikanischen Streitkräfte verhaftet

In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.

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18.05.2012

Chile

Nicht einverstanden – 100.000 Studenten protestieren

Die Regierung hat eine Steuerreform beschlossen, von der auch die Bildung profitieren soll. Doch die Studenten und Schüler sind nicht einverstanden. Am Mittwoch gingen in Chile wieder mehr als 100.000 Menschen auf die Straße. Derweil erklärt Bildungsminister Beyer, eine kostenlose Ausbildung sei „ungerecht“.

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16.05.2012

Peru

Lote 8: Verseuchtes Wasser, Pucacuro und Pluspetrol

Ein für den 14. Mai anberaumtes Treffen zwischen Behördenvertretern, der Gemeinde Pucacuro und Vertretern der Firma Pluspetrol im Amazonasgebiet hat nicht stattgefunden, meldet die Agentur Servindi. Die Achuar müssen also weiter darauf warten, dass die Verschmutzung des Wasserreservoirs Atiliano ernsthaft untersucht wird. 2006 stellten Gesundheitsbehörden bei den Bewohnern erhöhte Blei- und Kadmiumwerte im Blut fest.

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15.05.2012

Brasilien

Die Stunde der Wahrheit

An diesem Mittwoch führt Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff die sieben Mitglieder der Wahrheitskommission offiziell ins Amt ein. Damit beginnt eine auf zwei Jahre angelegte Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit zwischen 1946 und 1988. Für ihre ausgewogene Kandidatenauswahl erntete Rousseff durchweg Lob.

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05.09.2011

Brasilien

Regionale Bischofskonferenz lehnt Belo Monte ab

Die Bischofskonferenz der brasilianischen Region Norden II – sie umfasst die Bundesstaaten Pará und Amapá – hat auf ihrer Versammlung in Belém (der Hauptstadt von Pará) den geplanten Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Belo Monte angeprangert. Unter den 14 anwesenden Bischöfen befand sich auch Erwin Kräutler, der 2010 für sein unermüdliches Engagement mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Widerstand wird juristisch verfolgt

In einer Erklärung der regionalen Bischofskonferenz heißt es, das Projekt Belo Monte gefährde die Leben Tausender Menschen. 30.000 Bewohner der Region seien mit dem realen Albtraum konfrontiert, aus ihren Häusern geworfen zu werden, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollen. Riesige Grundstücke und Plantagen würden enteignet, die Besitzer erhielten hierfür lächerliche Entschädigungen. Wer sich dem Vorgehen widersetze, werde verklagt. Jene, die riefen „Das Amazonasgebiet ist unser!“ hätten nicht die Verteidigung der Souveränität Brasiliens im Sinn, sondern verfolgten egoistische Interessen, welche die Natur zerstörten. Land, Wasser und Wälder sollten systematisch in Waren verwandelt werden.

Hoffnung auf den gesunden Menschenverstand

Die Bischöfe erklären in dem Dokument ihre Solidarität mit den indigenen Völkern, die am Rio Xingu leben und werfen den staatlichen Behörden fehlende Sensibilität angesichts des drohenden Leidens der Menschen vor. Es sei zu hoffen, dass am Ende doch noch der gesunde Menschenverstand siegen werde. Insgesamt nahmen an der Versammlung 70 Personen teil, neben den Bischöfen unter anderem auch Missionare und Laien. (bs)

 

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