Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Bis 2009 konnte Lateinamerika fünf Jahre andauerndes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Im Krisenjahr wurden erstmals wieder negative Bilanzen gezogen. Wie sehr die einzelnen Länder betroffen waren, hing auch von dem Grad der Vernetzung mit der Weltwirtschaft ab. 2010 wird die Wirtschaft voraussichtlich wieder an Dynamik gewinnen. Wie weitreichend die ökonomische Erholung sein kann und wovon ein Erfolg der in vielen Ländern eingeleiteten Maßnahmen abhängt, analysiert Hartmut Sagmeister im ersten GIGA Focus dieses Jahres. Dabei vertritt der Lateinamerikaforscher die These, dass die Entwicklung auch von der Konjunktur in den Industrieländern abhängig ist. Hier stehe die USA an allererster Stelle. Außerdem spielen die Weltmarktpreise für bestimmte Rohstoffe eine wichtige Rolle.
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Analyse des German Institute for Global and Area Studies (GIGA)