Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Wirtschaftsraum Lateinamerika weiter auf Wachstumskurs
Die positive wirtschaftliche Entwicklung in Lateinamerika hat sich auch 2011 fortgesetzt. Die Schuldenkrise in Europa hielt sich bisher in Lateinamerika begrenzt. Doch die Unterschiede zwischen den Ländern haben sich weiter verstärkt. In Südamerika boomte die Wirtschaft, während in Zentralamerika und der Karibik nur moderate Zuwächse zu erkennen sind. Die Länder, die Rohstoffe exportieren, profitierten von überdurchschnittlichen Exportzuwächsen, jedoch musste fast überall auch viel importiert werden.
Auch für die kommenden Jahre schätzt der Heidelberger Professor für Entwicklungsökonomik Hartmut Sangmeister die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika überwiegend positiv ein.
Die Analyse kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: