Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Der Handel mit Menschen blüht. Weltweit werden Kinder, Frauen und Männer verkauft, um ihre Arbeitskraft auszubeuten oder sie zur Prostitution zu zwingen. Viele von ihnen lassen sich aufgrund falscher Versprechen freiwillig auf das Geschäft ein, um Not und Armut zu entkommen. Zwar gibt es in vielen Ländern Gesetze, die Menschenhandel unter Strafe stellen und den Opfern Schutz zusagen. Doch nur wenige Täter werden angezeigt und noch weniger verurteilt.
Welt-sichten, das Magazin für Entwicklung und ökumenische Zusammenarbeit, beschäftigt sich in seiner jüngsten Ausgabe mit diesem Thema.