Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Lateinamerika ist nicht die ärmste, aber die ungerechteste Region weltweit. Nirgendwo sonst sind Einkommen und Besitz ungleicher verteilt. Das ursprünglich in Europa geprägte Konzept des gesellschaftlichen Zusammenhalts (die „soziale Kohäsion“) gewinnt heute in einer neuinterpretierten Form in Lateinamerika an Bedeutung und wirft die Frage auf: Wie kann der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht nur zwischen den Staaten, sondern vor allem innerhalb der Gesellschaften gestärkt werden? Ein Beitrag von Simone Mayer (Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung) zum Downloaden.