Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.
In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.
Die „Misa Criolla“ („kreolische Messe“) gilt heute als bekannteste Komposition der Sakralmusik in Argentinien. Sie wurde im Jahr 1964 von Ariel Ramírez verfasst, unmittelbar nachdem das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erlaubt hatte, Messen in den jeweiligen Volkssprachen zu halten. "Ich fühlte, dass ich ein Werk schreiben musste, etwas Tiefes, Religiöses, das das Leben würdigt, das alle Menschen unabhängig von ihren Glaubensrichtungen, ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft betrifft. Das sich auf den Menschen bezieht, auf seine Würde, seinen Wert, auf die Freiheit und auf die Ehrfurcht, die der Mensch vor dem Gott als seinem Schöpfer hat", so beschreibt Ramírez selbst seine Motivation zur Komposition (http://www.arielramirez.com/obra2.htm). Durch die unterschiedlichen Rhythmen verschiedener argentinischer Regionen und durch zahlreiche indigene Instrumente wird sein Werk zu einem höchst lebendigen nuancenreichen Erlebnis, das den tiefen Glauben des südamerikanischen Volkes ausdrückt. Mercedes Sosa, bekannte Folklore- Sängerin, legt ihre volle Hingabe in dieses Stück und füllt es so gefühlvoll, dass das Eintauchen leicht fällt und das Hören Gänsehaut verursacht.
Die CD kostet etwas 18 Euro.
Text: Hannah Lepping
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