Dom Alcimar Caldas Magalhães, Bischof der Diözese Alto Solimões im brasilianischen Bundesstaat Amazonas, erzählt im Interview von seiner Arbeit. Der Kapuziner verdingte sich einst wie seine Eltern als Kautschukzapfer und gilt als hervorragender Kenner des Amazonasgebietes und seiner Probleme.
Die „Misa Criolla“ („kreolische Messe“) gilt heute als bekannteste Komposition der Sakralmusik in Argentinien. Sie wurde im Jahr 1964 von Ariel Ramírez verfasst, unmittelbar nachdem das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) erlaubt hatte, Messen in den jeweiligen Volkssprachen zu halten. "Ich fühlte, dass ich ein Werk schreiben musste, etwas Tiefes, Religiöses, das das Leben würdigt, das alle Menschen unabhängig von ihren Glaubensrichtungen, ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft betrifft. Das sich auf den Menschen bezieht, auf seine Würde, seinen Wert, auf die Freiheit und auf die Ehrfurcht, die der Mensch vor dem Gott als seinem Schöpfer hat", so beschreibt Ramírez selbst seine Motivation zur Komposition (http://www.arielramirez.com/obra2.htm). Durch die unterschiedlichen Rhythmen verschiedener argentinischer Regionen und durch zahlreiche indigene Instrumente wird sein Werk zu einem höchst lebendigen nuancenreichen Erlebnis, das den tiefen Glauben des südamerikanischen Volkes ausdrückt. Mercedes Sosa, bekannte Folklore- Sängerin, legt ihre volle Hingabe in dieses Stück und füllt es so gefühlvoll, dass das Eintauchen leicht fällt und das Hören Gänsehaut verursacht.
Die CD kostet etwas 18 Euro.
Text: Hannah Lepping
Weitere Informationen
Sagen Sie uns Ihre Meinung - schicken Sie uns einen Leserbrief.