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22.05.2012

Lateinamerika

Demografischer Wandel verstärkt Armut im Alter

Mehr als die Hälfte der über 60-Jährigen ohne Rente.

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22.05.2012

Mexiko

Jährlich über 14.000 Tote durch Luftverschmutzung

Schärfere Reinheitsvorschriften gefordert.

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22.05.2012

Kolumbien

Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten

Inmitten von Protesten kolumbianischer Unternehmer, Bauern und Gewerkschaften ist am 15. Mai das bilaterale Freihandelsabkommen mit den USA in Kraft getreten. Demonstrationen gegen das Abkommen an den öffentlichen Universitäten zwangen die Behörden am 15. Mai zur Schließung der Einrichtungen. Zudem kamen bei einem Bombenanschlag auf einen ehemaligen Innen- und Justizministers zwei Leibwächter ums Leben.

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21.05.2012

Mexiko

Drei Generäle der mexikanischen Streitkräfte verhaftet

In Mexiko ist offenbar ein Grossreinemachen der Streitkräfte im Gange. In den vergangenen Tagen wurden ranghohe Offiziere unter dem Verdacht der Verwicklung in den Drogenhandel festgenommen. Sie kommen vorübergehend für 40 Tage in Untersuchungshaft unter dem Vorwurf des Organisierten Verbrechens.

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21.05.2012

El Salvador

Kirche fordert neue Schritte gegen Jugendgewalt

„Jetzt ist die Gesellschaft in der Pflicht“

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Neuerscheinung / Lesung (5.11.2009) in Frankfurt

Alan Pauls: Die Vergangenheit

Alan Pauls: Die Vergangenheit / www.klett-cotta.de

In dem Roman "Die Vergangenheit" geht es um die Liebesbeziehung zwischen dem Übersetzter Rímini und der Psychoanalytikerin Sofia. Nach zwölf Jahren trennen sich die beiden und genau an diesem Punkt beginnt der Roman dem Protagonisten Rímini zu folgen.

Die Handlung bewegt sich zeitlich in den 70er bis 90er Jahren. Während dieser Zeit erlebte Argentinien mehrfach das völlige Chaos, politische Unruhen und eine schwere Wirtschaftskrise. Erst 2003 beruhigte sich mit der Wahl Néstor Kirchners zum Präsidenten die Lage. In diesem Jahr erschien Alan Pauls Roman in Argentinien. Er gewann den Herralde Literaturpreis und vier Jahre später verfilmte Héctor Babenco die Geschichte.

Hellen Spielmann in "Der Freitag" über Pauls Autorenstil: "Pauls Schreibweise – lange Sätze, immer wieder Abschweifungen, Bedeutungsüberlagerungen durch Einschübe, Erläuterungen wie in einem Drehbuch – weisen ihn als intensiven Leser John DeLillos und vor allem Roberto Bolaños aus, dem großen Vorbild der Generation lateinamerikanischer Schriftsteller der Gegenwart."

Der Autor spielt gerne mit Worten und Bildern. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem ersten Kapitel:

Rímini bat, man solle ihm den Brief unter der Wohnungstür durchschieben, und plötzlich, als stünde in einem vermeintlich leeren Zimmer mit einem Mal der Schatten eines Eindringlings vor ihm, sah er sich nackt und zitternd im verglasten Flügel einer Tür, die ein Luftzug aufgestoßen hatte. Der klassische Fall von Unannehmlichkeit: trivial, wirkungsvoll und allzu unverblümt. Die Dampfschwaden, die aus dem Bad drangen – er hatte die Dusche laufen lassen, weil er hoffte, so die Unterbrechung abzukürzen – , verursachten ihm leichte Übelkeit. »Sie müssen unterschreiben«, tönte es aus der Gegensprechanlage. Rímini schnaubte, betätigte den Türöffner und sah ungerührt zu, wie die Landschaft seines Glücks in tausend Stücke ging.

Alan Pauls, 1959 in Buenos Aires geboren, hat Literatur gelehrt, daneben Drehbücher, Filmkritiken, Essays und vier Romane geschrieben. Er arbeitet derzeit als Redakteur bei der argentinischen Tageszeitung Página 12.

Die deutsche Übersetzung von "El Pasado" ist im Oktober im Klett-Cotta Verlag erschienen. Preis: 24,90 Euro

Termin und Ort: Donnerstag, 5.11.2009, 19 Uhr, Instituto Cervantes Frankfurt, Staufenstraße 1, 60323 Frankfurt und Freitag, 6.11.2009, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich, Museumsgesellschaft, Limmatquai 62, 8001 Zürich

Text: jam

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