Neuerscheinung in spanischer Sprache
Isabel Allende: "La isla bajo el mar"

Das neue Buch der Schriftstellerin erzählt von Sklaverei und Freiheit.
Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende hat in diesen Tagen in Madrid ihr neues Buch „La Isla bajo el mar“ (Die Insel unter dem Meer) vorgestellt. Es erzählt die Geschichte eines jungen Sklavenmädchens auf der Insel Santo Domingo im 18. Jahrhundert. Die Konditionen, unter denen Sklaven zu der Zeit lebten, und ihr unermüdlicher Kampf um die Freiheit stehen dabei im Mittelpunkt der Handlung.
Das Mädchen Zarité wurde mit neun Jahren als Sklavin verkauft und arbeitet seitdem auf der Zuckerplantage des Franzosen Valmorain. Das Buch begleitet vier Jahrzehnte ihres Lebens, erzählt von Begegnungen mit Menschen, die Zarité in ihrem Freiheitsdrang fördern oder hemmen. Da sind zum Beispiel eine Prostituierte, eine Heilerin und eine Köchin - Charaktere, die mit einem Hauch von Magie geschildert werden, wie es für Isabel Allende so typisch ist. Bei einem Sklavenaufstand bricht in der Plantage ein Feuer aus. Zarité nutzt die Gelegenheit zur Flucht in die Freiheit und Menschenwürde, auf die sie so lange verzichten musste.
„La Isla bajo el mar“ ist mehr als die Rekonstruktion einer längst vergangenen Zeit. Auch die aktuellen Verhältnisse in Lateinamerika werden angesprochen. So stellt die Autorin auch kommentierend die zeitgenössischen Politiker Hugo Chavez und Evo Morales vor.
Das Buch ist im spanischen Buchhandel verfügbar. Eine deutsche Übersetzung steht noch aus.
Text: leif
Foto: Mutari/wikipedia


