die bolivianische Kleinstadt Rurrenabaque. Sie gilt als „Perle des Ökotourismus“ im Amazonasgebiet. Das könnte sich jedoch ändern. Die Vergabe von Ölförder-Konzessionen und geplanter Schwerverkehr bedrohen die Natur und die lokale Toursismuswirtschaft.
Die seit Monaten anhaltende Trockenheit in Zentralbrasilien hat im August zu mehr als 4.300 Buschbränden geführt. Immer noch bekämpfen Einsatztrupps der Feuerwehr Buschfeuer in 13 Naturschutzgebieten.
In Kolumbien hat eine unbekannte Zahl von Agrarunternehmern und Staatsbeamten mit den rechten Paramilitärs gemeinsame Sache gemacht, um Kleinbauern ihrer Grundstücke zu berauben. Die Regierung des neuen Präsidenten Juan Manuel Santos darf sich deshalb auf Widerstand gegen eine Rückgabe gestohlener Territorien gefasst machen.
Michael Jackson hat hier einen Clip gedreht, ein Energydrink-Hersteller hat die Kulisse für einen Fahrrad-Wettbewerb genutzt: Brasiliens Armenviertel, genannt Favelas, haben immer wieder als Kulisse für spektakuläre Aktionen gedient. Brasiliens Staatspräsident Lula will den Besuch der Favelas nun dem Rest der Welt schmackhaft machen und gab den Startschuss für ein ganz besonderes touristisches Programm.
Schwere Gesundheitsschäden durch Agrar-Beräucherung
Krebs, Fehlgeburten, Missbildungen und Fruchtbarkeitsstörungen: Ärzte und Experten der nord-argentinischen Provinzen Santa Fe, Chaco, Misiones und Córdoba zeigen die Folgen des unkontrollierten Einsatzes giftiger Agrarsubstanzen auf und prangern die Verantwortlichen an.
Im bolivianischen Amazonas-Urwald wüten in diesem Jahr mehr als drei Mal so viele Brände wie 2009. Die Regierung steht den meist durch Brandrodung verursachten Feuerbrünsten machtlos gegenüber.
Sie sind zu jeder Tages‐ und Nachtzeit im Dschungel unterwegs, auf Flüssen und miserablen Straßen. Sie haben gelernt, mit Hochwasser und Schlangen fertig zu werden, um Frauen bei der Geburt ihrer Kinder zu helfen. Dennoch werden Kolumbiens traditionelle Hebammen von der Schulmedizin ihres Landes marginalisiert. Sie hoffen auf ein Gesetz, dass diesen Zustand beendet und sie rechtlich absichert.
Ciudad Juárez an der mexikanischen Grenze zu den USA ist eine der gewalttätigsten Städte der Welt. Besondere Aufmerksamkeit erregen seit Anfang der 1990er Jahre die bestialischen Morde an Hunderten von Frauen. Das Schicksal eines solchen Opfers und seiner Familie, die um Gerechtigkeit und Aufklärung kämpft, ist jetzt verfilmt worden.
Im kolumbianischen Spionageskandal ist das erste Urteil gefallen: Der Ex-Vize-Direktor des Geheimdienstes DAS, Jorge Alberto Lagos, ist am Freitag (Ortszeit) von einem Gericht in Bogota wegen des Ausspionierens von Journalisten, Oppositionellen, Richtern und Menschenrechtlern zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft legte allerdings Berufung ein – ihr erschien das Urteil zu milde.
Es wäre die Chance auf eine Landreform der etwas anderen Art. Vom 1. bis 7. September findet in ganz Brasilien ein Plebiszit zur Begrenzung von Landbesitz statt. Damit soll der Konzentration von riesigen Landgütern in den Händen weniger Großgrundbesitzern ein Ende gemacht werden.
Nach heftigen Protesten der Bevölkerung hat die Regierung ein umstrittenes Dekret aus dem Jahr 2005 für nichtig erklärt, das den Export von Gas aus dem Gasvorkommen 88 im Bezirk Echarete (Cusco) erlaubt hatte.
Zuerst schenkten die Militärs dem verletzten Ausländer nicht viel Glauben. Er sei einem Massaker entkommen, erzählte der junge Mann aus Ecuador in der Nacht zum Mittwoch am Kontrollposten in San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas. Doch er ließ nicht locker, bis sie ein Aufklärungsflugzeug schickten und Grausiges entdeckten.
“Papierkrieg” zwischen Regierung und Medienhäusern
Es geht um die Pressefreiheit, aber auch um Meinungsmonopole und ein blutiges Kapitel der argentinischen Diktatur im neuen Konflikt zwischen Regierung und Medienkonzernen. Im Zentrum steht die Kontrolle des nationalen Papierkonsortiums „Papel Prensa“, das drei Viertel des heimischen Marktes beliefert. Die Zeitung Clarín soll sich während der Diktatur illegal die größte Papierfabrik angeeignet haben.
Hunderte von Menschenrechtsaktivisten sind am vergangenen Wochenende auf die Straßen von La Paz gegangen. Sie fordern die uneingeschränkte Öffnung der geheimen Militärarchive der Diktaturen zwischen 1964 und 1982. Anlass des Gedenkmarschs war der 39. Jahrestag des blutigen Putsches von General Hugo Banzer Suárez.
Der Hungerstreik von 31 politischen Gefangenen der Mapuche in mehreren Gefängnissen Chiles dauert bereits mehr als 40 Tage. Der chilenische Staat hat auf die Forderungen noch in keiner Weise reagiert. Diese sind richtig und legitim, meint Fernando de la Cuadra, chilenischer Soziologe.
Lange Zeit galt die Grenze zwischen Brasilien und Peru als Niemandsland. Heute steht sie im Zentrum neuer Infrastrukturprojekte zum Ausbau der lateinamerikanischen Ost-West-Achse. Geplante Wasserkraftwerke gefährden die Pläne und erzürnen die Menschen der Region. Proteste führten zu einem Erfolg in Paquitzapango.
Der Alltag hinter den Gefängnismauern von San Pedro Sula in Honduras ist hart. Hinter den Mauern ist der Staat nicht mehr präsent. Die Kirche versucht zu helfen.
Die mehr als 200 Ureinwohner‐Völker Brasiliens, die größtenteils in abgelegenen Regionen leben, stellen das staatliche Gesundheitswesen und die Schulmedizin vor große Herausforderungen. Um die Menschen angemessen versorgen zu können, benötigen Helfer genaues Wissen um den Glauben und die Gebräuche der einzelnen Gemeinschaften. Auch bei der Schwangerschafts‐ und Geburtsbegleitung pflegt jede Ethnie ihre eigenen Traditionen.
"Lula wird uns in Erinnerung bleiben als der Präsident der den indigenen Völkern des Xingu-Flusses ein Ende bereitet hat." Mit diesen harten Worten zieht der Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, sein Fazit der Regierungszeit des scheidenden Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva. Auch im Hinblick auf die im Oktober stattfindenden Wahlen äußerte sich Kräutler wenig optimistisch.
In dieser Folge: Faszination Frida Kahlo; der Vorsitzende der haitianischen Bischofskonferenz im Interview und ein Roman aus Argentinien – mit Chinesen und Fahrrädern.
"Im Norden ist die Pressefreiheit längst gestorben"
Kartelle morden, entführen und bedrohen Reporter – und machen sich die Sensationsgier der Medien zu eigen. Bisher waren es vor allem die Lokaljournalisten im Norden Mexikos, wo der Drogenkrieg besonders heftig tobt, die im Visier der Kartelle standen. „Dort ist die Pressefreiheit schon lange gestorben“, sagt Pablo Beauregard, ein Reporter von „Punta de Partida“.
Konflikt um Goldmine mündet in Hetzjagd auf Befreiungstheologen
Im Konflikt zwischen multinationalen Bergbaukonzernen und der indigenen Bevölkerung von Oaxaca um den in der Region geplanten Goldbergbau sind zwei katholische Befreiungstheologen ins Kreuzfeuer geraten. Das Menschenrechtszentrum „Bartolomé Carrasco Briseño“ BARC, zu dessen Gründern die beiden gehören, fürchtet um ihre Sicherheit und hat zu einer Eilaktion aufgerufen.
Wegen geplanter Großprojekte im tropischen Amazonasregenwald gerät Boliviens Linksregierung zunehmend unter Druck. Für wachsenden Unmut sorgte zuletzt der umstrittene Bau einer Überlandstraße vom zentralbolivianischen Villa Tunari nach San Ignacio de Mojos im Osten des Landes.
Er sei wieder voll auf dem Damm – das behauptete Kubas Revolutionsführer Fidel Castro neulich jedenfalls. Heute wird er 84 Jahre alt. Er erscheint wieder auffällig oft in der Öffentlichkeit.
Mexiko‐Stadt ist mit rund 20 Millionen Einwohnern nicht nur eine der größten Metropolen der Welt. Auch die Luftverschmutzung ist extrem hoch. Umweltschützer warnen davor, dass staatliche Subventionen und der Bau neuer Straßen den ohnehin schon dichten Autoverkehr weiter steigern werden.
Vor gut einem halben Jahr trat der neu gewählte Präsident Lobo sein Amt mit dem Versprechen an, Honduras zur Demokratie zurückzuführen. Zwei Menschenrechtsgruppen in den USA prangern an, dass Drohungen und Angriffe gegen Oppositionelle und Journalisten zugenommen haben.
Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine bolivianische Regierung den wichtigsten Nationalfeiertag in der Tieflandmetropole und Oppositionshochburg Santa Cruz zelebriert. Pünktlich zum 185. Jahrestag der Unabhängigkeit hat die Morales-Administration ein Zeichen nationaler Einheit gesetzt.
„Krabbeninsel“ nannten die britischen Besatzer das etwa 13 Kilometer östlich der Hauptinsel Puerto Rico gelegene Eiland in der nordöstlichen Karibik. Sie habe „einige der schönsten Strände der Karibik zu bieten“, verspricht ein Reisemagazin im Jahr 2003. Zu der Zeit hatte die US-Armee nach mehr als 60 Jahren gerade damit aufgehört, so ziemlich alles auf die Insel fallen zu lassen, was es an Giften gibt. Die Folgen sind bis heute spürbar. Inselbewohner fordern eine vollständige Giftmüll-Beseitigung.
Zum heutigen Internationalen Tag der indigenen Völker ein Bericht über einen der letzten Nomadenstämme Brasiliens: die Awa-Guaja, ein kleiner Stamm von Jägern und Sammlern. Über Jahrzehnte haben sie bewusst den Kontakt mit den Weißen vermieden und sich tief in den Wald zurückgezogen.
In dem Dorf Santa Ana Mixtán im Süden Guatemalas stehen drei Viertel aller Felder unter Wasser, seit Ende Mai der Tropensturm ´Agatha´ über die Region hinwegfegte. In anderen Teilen des zentralamerikanischen Landes herrscht dagegen eine starke Dürre. Die extremen Wetterphänomene führen dazu, dass die Nahrungsmittel für die verarmte Bevölkerung immer knapper werden.
Wenn Juan Manuel Santos am Samstag seinen Amtseid in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota ablegt, tritt er ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Alvaro Uribe genoss in der Bevölkerung wegen seiner harten Hand gegen die linksgerichtete Guerilla-Organisation FARC hohe Zustimmungsraten. Wenn es am Samstag in Bogota ruhig bleibt, gibt es vielleicht wirklich eine kleine Chance auf einen Friedensprozess - fliegen wieder Raketen, wird der Konflikt in die nächste Runde gehen.
Die Wahrheit kommt via Satellitenschlüssel: Auf dem weißen Kastenwagen, der auf dem Parkplatz der Generalstaatsanwaltschaft in Bogotá steht, ist eine große Empfangsantenne angebracht. Doch was aus den entlegensten Regionen Kolumbiens dank der Hilfe dieses Fahrzeugs auf die Bildschirme gesendet wird, ist für die Zuschauer alles andere als leichte Unterhaltungskost.
Eine Minute für Gott: Seit über 56 Jahren läuft im kolumbianischen Fernsehen „Minuto de Dios“. Daraus hat sich höchst erfolgreiche Hilfsorganisation entwickelt. Alle drei Minuten wird an einem Geldautomaten Kolumbiens für „Minuto de Dios“ gespendet.
Mexiko ist für Journalisten zu einem der gefährlichsten Länder weltweit geworden. Immer mehr Reporter verschwinden spurlos oder werden umgebracht. Besonders risikoreich sind Gegenden, die vom Krieg gegen die Drogenmafia gezeichnet sind. Von den Behörden kommt kaum Hilfe.
Die Bauern wollen mit dieser Aktion die Einhaltung von Versprechen des Betreiberkonsortiums CPFL erwirken, wonach die Landbevölkerung Entschädigungen erhalten soll.
Brasilien ist mit seinem landwirtschaftlichen Know‐how zu den weltwichtigsten Agrarnationen aufgeschlossen. Doch während Exportwirtschaft und internationale Entwicklungszusammenarbeit des südamerikanischen Landes von den neuen Technologien profitieren, geht die große Mehrheit der Kleinbauern leer aus.
Gesundheitsbehörden in Uruguay warnen vor höheren Krankheitsrisiken aufgrund der fortschreitenden Klimaveränderungen. Neben Herzkreislauf‐ und Atemwegsbeschwerden nehmen auch tropische Infektionen wie Malaria und Dengue‐Fieber deutlich zu.
Proteste markieren einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen dem Präsidenten und seiner bislang unerschütterlichen Machtbasis. Zum ersten Mal schlägt Morales heftiger Gegenwind aus dem Lager der Ureinwohner entgegen.
Tagelang herrschte Verwirrung rund um den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur öffentlichen Finanzierung der Landlosenbewegung MST. Für die Regierung war die Arbeit des Ausschusses mit dem Stichtag 17. Juli beendet. Nicht so für die Opposition.
In dieser Folge: Musik aus Nicaragua, Johannes Bahlmann erzählt von seiner Arbeit mit Obdachlosen in Sao Paulo und als Bischof im Amazonasgebiet, und wir stellen ein Buch über die Kultur Argentiniens vor.
Erstes Land in Lateinamerika erlaubt Homosexuellen-Ehe
Es war ein Schlagabtausch epischen Ausmaßes. Nach 16stündiger Debatte beschloss der argentinische Senat ein wegweisendes Gesetz zur Legalisierung von sogenannten Homo-Ehen. Das Gesetz konfrontiert die Regierung mit der Kirche und spaltet die Bevölkerung.
Zerstörte Fläche entspricht der Größe Jamaikas. Ein drei Tage andauernder Wirbelsturm hat im Jahre 2005 gut 500 Millionen Bäume in der Amazonasregion zerstört. Dies ergab eine nun veröffentlichte Studie.
Am Mittwoch hätten sich zwei Kolumbianer in Berlin treffen können: Juan Manuel Santos, zukünftiger Präsident des von Bürgerkrieg und Menschenrechtsverletzungen geprägten Landes, und Pater Alberto Franco, Menschenrechtler, der Morddrohungen ausgesetzt ist.
Der Reichtum wächst – aber mit ihm auch die Probleme des argentinischen Präsidentenehepaars. Nachdem in der jüngsten Steuererklärung die Kirchners erneut ihrem Reichtum um 20 Prozent steigerten, erstattete die Opposition Anzeige wegen Geldwäsche und ungerechtfertigter Bereicherung.
Vor allem im Bundesstaat Mato Grosso ist die Gewalt gegen brasilianische Ureinwohner unverändert hoch, wie aus dem jüngsten CIMI-Jahresbericht hervorgeht. Aber auch mangelnde ärztliche Versorgung und Mangelernährung gefährden die indianischen Ethnien. Die Autoren des Berichts prangern die Gleichgültigkeit der Regierung an.
Präsident Luiz Inacio Lula da Silvas Besuch im afrikanischen Zwergstaat Äquatorialguinea Anfang dieser Woche hat daheim in Brasilien für scharfe Kritik gesorgt.
Auf den ersten Blick sieht alles aus wie auf einer normalen Baustelle. Ziegelsteine, Holzbalken und Eisenteile werden in Schubkarren transportiert. Im Hintergrund hört man ein Hämmern, Bohren und Sägen. Und doch ist etwas anders als sonst: Unter den Helmen und Schutzmasken stecken Frauen.
Schüler von Privatschulen haben bei ihrem Abschluss immer noch ein wesentlich höheres Bildungsniveau als Schüler öffentlicher Schulen. Trotz Finanzspritzen der Regierung haben sich die öffentlichen Schulen sogar verschlechtert. Das brasilianische Bildungsministerium zeigt sich dennoch optimistisch.
Prominenter Menschenrechtsanwalt sagt für Garzón aus
In Peru begangene Verbrechen, die trotz einer Amnestie vor Gericht verhandelt wurden, werden im spanischen Prozess gegen den Richter Baltasar Garzón zur Sprache kommen. Sie sollen die Argumentation der Verteidigung stützen, dass Menschenrechtsverletzungen nach internationalem Recht niemals verjähren und eingeschränkt geahndet werden können.
Der Agrarausschuss des US‐amerikanischen Kongresses hat für die Verabschiedung eines neuen Gesetzes gestimmt. Die Märkte sollen geöffnet und Reisebeschränkungen abgeschafft werden.
Während Fußball‐Mannschaften aus aller Welt in Südafrika von dem Weltmeistertitel träumen, erfahren die Peruaner, dass sie bereits Weltmeister geworden sind: Weltmeister in Sachen Armutsbekämpfung.
Oberster Gerichtshof spricht die zwölf Gefangenen von Atenco frei
Der Oberste Gerichtshof von Mexiko hat am 30. Juni die Urteile gegen zwölf Mitglieder der Organisation Vereinigung der Völker zur Verteidigung des Landes (FPDT) aufgehoben, die seit vier Jahren in Haft saßen.
In einem Interviev berichtet Mónica Chuji Gualing, Leiterin der Stiftung Tukuishimi („Alle Stimmen“) in Ecuador, über die Präsenz indigener Frauen in Führungspositionen innerhalb und außerhalb ihrer Gemeinschaften.
Die Zeiten, in denen sich brasilianische Jugendbanden nur von männlichen Mitgliedern führen ließen, sind vorbei. Immer mehr Gangs der städtischen Elendsviertel stehen mittlerweile unter weiblichem Kommando, wie eine neue Studie zweier Nichtregierungsorganisationen belegt.
Es begann wie ein normaler Wahlkampftag für Rodolfo Torre: mit seinem Team war der Kandidat für den Posten des Gouverneurs im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipas unterwegs zu einem Meeting. Doch dann wurde er erschossen. Ein weiteres Beispiel dafür, wie Gewalt, Korruption und Willkür Mexiko destabilisieren.
Als eines der ersten Länder der Welt führte Argentinien vor fast 20 Jahren eine Frauenquote in öffentlichen Ämtern ein. Die konservative Provinz Jujuy im Nordwesten des Landes leistet jedoch erbitterten Widerstand gegen die Regelung. Sie gilt als Bastion des Machismus.
Die Wunden sind auch ein Jahr nach dem Putsch nicht verheilt. Politisch labil, vom Drogenhandel unterlaufen und international weiter in Quarantäne - so präsentiert sich Honduras zwölf Monate nachdem der linksliberale Präsident Manuel Zelaya am 28. Juni 2009 im Morgengrauen noch im Pyjama von Militärs außer Landes verfrachtet wurde.
„Ich gehe, aber ich gebe nicht auf“, heißt es in einer Erklärung der 28-jährigen América del Valle, die laut Berichten der mexikanischen Tageszeitung „La Jornada“ am Vormittag des 23. Juni in der venezolanischen Botschaft in Mexiko-Stadt politisches Asyl beantragt hat.
In dieser Folge: Kinder in Nicaragua kämpfen dafür, dass sie arbeiten dürfen, in Haiti gibt es neue Schulen, Erzbischof Rolón aus Paraguay ist gestorben und der chilenische Autor Roberto Ampuero hat einen neuen Roman geschrieben.
Die Menschen auf der kubanischen Isla de la Juventud sind sturmerprobt. Dennoch konnten sie dem Hurrikan ´Gustav´, der vor zwei Jahren 18.000 Gebäude zerstörte, wenig entgegensetzen. Dieses Schicksal dürfte den Bewohnern eines neuen Wohnblocks künftig erspart bleiben.
Im nördlichen brasilianischen Bundesstaat Pará bleiben wegen der schleppenden Bearbeitung durch die Justiz viele Verbrechen straffrei, kritisiert die Kommission der Landpastorale CPT. Darunter sind viele Morde aufgrund von Landkonflikten in der Region.
Brasiliens Fußballstar Kaka fühlt sich von der brasilianischen Presse wegen seiner offen gezeigten Religiösität verfolgt. Nach seinem Platzverweis im Spiel gegen die Elfenbeinküste wurde der Mittelfeldspieler von Real Madrid in Internetforen verspottet. "Du hast gesündigt" schrieben Fans.
Agrarbetriebe in Lateinamerika setzen zunehmend auf Monokulturen. Wie eine in Mexiko veröffentlichte Multi‐Autoren‐Studie feststellt, werden dadurch die Rechte der Bevölkerung auf Nahrung, Arbeit, Land und eine intakte Umwelt verletzt.
Chavez-Gegner Santos tritt Erbe seines Mentors Uribe an
Es war ein Blitzsieg: keine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale in Kolumbien stand der nächste Präsident bereits fest: Juan Manuel Santos tritt nach acht Jahren in die Fußstapfen seines Mentors Alvaro Uribe. „Dies ist ein klarer Triumph der Politik der Demokratischen Sicherheit“, sagte Santos unter Anspielung auf die Politik der harten Hand gegen die Guerilla.
Am Dienstag besucht Präsident Lula da Silva Altamira die Stadt, die am stärksten vom Bau des Megastaudammes Belo Monte am Xingu-Fluss betroffen ist. Umweltaktivisten und Indios haben bereits Protestaktionen angekündigt. Am heutigen Montag wollen sie den Transamazônica-Highway blockieren, am Dienstag will man in Altamira auf die Straße gehen.
Kolumbiens Binnenflüchtlinge sind in der Hauptstadt unübersehbar. Fast fünf Millionen Vertriebene gibt es in dem südamerikanischen Land, das seit mehr als vier Jahrzehnten unter einem "bewaffneten Konflikt" leidet, wie es Diplomaten ausdrücken. Für die Betroffenen ist es weitaus mehr. Ein Bericht zum Welttag des Flüchtlings am 20.Juni.
Mit Demonstrationen und Straßenblockaden begann am Donnerstag ein auf 48 Stunden angesetzter regionaler Generalstreik in den südlichen Provinzen Puno, Cusco und Madre de Dios. Große Teile der Bevölkerung protestieren damit gegen den Ausverkauf von Ressourcen, insbesondere den Bau einer Erdgasleitung und Wasserkraftwerks.
Neues "Statut der ethnischen Gleichheit" löst Enttäuschung aus
Vertreter der Zivilgesellschaft haben sich enttäuscht über das am Mittwoch vom Kongress verabschiedete „Statut der Rassengleichheit“ geäußert. Man habe die Chance verpasst, konkrete Verbesserungen für die benachteiligten dunkelhäutigen Brasilianer einzuführen, so Kritiker.
„Lebend hat man sie mitgenommen, lebend wollen wir sie zurück!“
In Coahuila verschwinden 50 Menschen – die Behörden bleiben untätig. Beleidigend und respektlos sei die Antwort der bei den Protesten in der Hauptstadt aufgesuchten Bundesbehörden gegenüber den Angehörigen gewesen, nachdem diese bereits von den Landesbehörden in Coahuila keinerlei Hilfe erhalten hatten, sagt Raúl Vera, Bischof von Saltillo und Gründer des Menschenrechtszentrums.
Noch nie in der Geschichte der Weltmeisterschaften habe Brasilien eine derart “gläubige” Mannschaft gehabt, schrieben Brasiliens Zeitungen über die Seleção. Und zwar mit durchaus gemischten Gefühlen. Munkelt man doch, dass die Glaubenszugehörigkeit ein Kriterium für die Berufung gewesen sein soll.
Tausende Überlebende des Erdbebens in Haiti, die ihre Häuser verloren haben, drohen erneut auf der Straße zu landen. Private Grundstücksbesitzer in der Hauptstadt Port‐au‐Prince verwehren den Menschen den Zugang zu ihren Notunterkünften.
„Erst die Erwachsenen ordentlich bezahlen, dann Kinderarbeit verbieten!“
In Nicaragua müssen viele Kinder arbeiten, obwohl dies offiziell verboten ist. Das Verbot von Kinderarbeit gehe an der Lebensrealität der meisten Kinder jedoch vorbei, meint die 14-jährige Francis Estefania Zeas aus Jinotega, Mitglied des Jugendclubs "Club Infantil“. Ein Bericht zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit.
Aldo Rebelo ist der bekannteste und - gefühlte - einzige Vertreter der Kommunistischen Partei Brasiliens. Wenig kommunistisch muten seine Vorschläge an, wie die Nutzung und der Schutz des Waldes in Brasilien gesetzlich geregelt werden soll.
Viele Honduraner hoffen, dass die Weltmeisterschaft und die gemeinsame Fußballbegeisterung dazu beitragen werden, die tiefe Spaltung im Land zu überwinden und das Bild Honduras´ im Ausland aufzupolieren.
Ein Video von José Alfredo Jiménez mahnt an die 45 Opfer des Massakers von Acteal. Der 34-jährige Journalist vom indigenen Volk der Tsotsil möchte mit seiner Arbeit Kultur, Sprache und Identität seines Volkes stärken.
Die Erdbebenkatastrophe auf Haiti, so schlimm sie für die Bevölkerung gewesen ist, birgt nach Ansicht von Experten das Potenzial, einige Fehler der Vergangenheit auszugleichen. Die UN‐Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) sieht Chancen, dass Haiti zum Gemüse‐ und Obstversorger der karibischen Staaten werden könnte.
"Auch wenn es länger dauert, müssen wir nationale Strukturen stärken."
Prof. Günther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Unruhe in Haiti über den Präsidenten Préval und die Probleme beim Wechsel von der Nothilfe hin zum Wiederaufbau.
In dieser Folge: Haitianer demonstrieren gegen ihren Präsidenten, der Kinofilm Sin Nombre, die Kampagne Steuer gegen Armut diskutiert auf einer Tagung und die Frida Kahlo Ausstellung in Berlin.
Arbeitszeit: täglich acht Stunden. Sozialversicherung: keine
„Sie haben uns gesagt: Wir können es uns nicht leisten, Krankenversicherung für euch zu zahlen. Wenn ihr bereit seid, zu diesen Bedingungen zu arbeiten, dann bleibt, und wenn nicht, dann müsst ihr gehen“, berichtet Anel Rocío Oropeza Reyes, Textilarbeiterin im Ort Gómez Palacio im Bundesstaat Durango.
Manchmal ist es nicht so gut vom großen Bruder zu lernen. Der peruanische Umweltschützer Cesar Gamboa warnt vor den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch das Energieabkommen zwischen der brasilianischen und der peruanischen Regierung. Es geht um den Bau von fünf Staudämmen im peruanischen Teil des Amazonasregenwaldes.
In Rio spitzt sich die Auseinandersetzung um die Favelas, die Slums der Millionenstadt, wieder einmal zu. Nach den schweren Erdrutschen im April, die 260 Menschen das Leben kosteten, sind immer noch Tausende obdachlos. Der Bürgermeister will eine Widerholung radikal verhindern. Häuser in den Gefahrenzonen sollen geräumt werden – zur Not mit Waffengewalt.
Kolumbiens neuer Präsident wird erst nach der Stichwahl Ende Juni feststehen. Als Favorit geht der Kronprinz von Präsident Alvaro Uribe, der rechte Ex-Minister Juan Manuel Santos ins Rennen, der in der ersten Runde am Sonntag 46 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.
Heute sind Präsidentschaftswahlen in Kolumbien. Während Uribes Kronprinz Santos während des Wahlkampfes weiter harte Hand versprach, stiegen in den vergangenen Wochen die Umfragewerte des grünen Kandidaten Mockus stark an.
Angesichts der vielen Morde in El Salvador, Guatemala und Honduras wollen die Regierungen der drei zentralamerikanischen Staaten eine Kommission zur Bekämpfung der Straffreiheit gründen.
Dokumentarvideo über eine kleine Andenstadt in Peru, in der eine amerikanische Firma die Luft mit den Abgasen einer Schmelzhütte vergiftet. Gesundheit und Wohl der Gemeinschaft ist neben Profitgier zweitrangig.
Die Berbauingenieurin Paula Meza unterstützt im Auftrag der Erzdiozöse von Huancayo in der Region Junín die Organisation „El Mantaro Revive“, übersetzt: „Der Mantaro-Fluss erwacht“. Der Fluss Mantaro in der zentralperuanischen Andenregion sei so gut wie tot, sagt sie.
Drogenmafia überzieht Kingston mit blutiger Gewalt
Auslieferung von populärem Drogenboss soll verhindert werden. Die Schlacht begann, als Jamaikas Premierminister Bruce Golding grünes Licht für die Auslieferung gab. Seither brennen in den Armenvierteln von Kingston die Barrikaden.
Viele Vereinbarungen trotz unterschiedlicher Sichtweisen
Als „Gipfel der konkreten Ergebnisse“ feierte Spaniens Regierungschef José Luis Zapatero das VI. Gipfeltreffen zwischen der EU, Lateinamerika und der Karibik. Nicht alle Amtskollegen teilten seine Begeisterung.
Bei einer Gefangenenrevolte in einem Gefängnis in Recife kamen Ende letzter Woche 3 Häftlinge ums Leben, 24 weitere wurden verletzt. Immer häufiger verlieren die Gefängnisleitungen die Kontrolle.
Freihandelsvertrag soll Kolumbien salonfähig machen
Es wird Präsident Alvaro Uribes größter außenpolitischer Triumph sein: der Freihandelsvertrag, den Kolumbien am Mittwoch auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Madrid unterzeichnen wird.
Das Volksbegehren „Ficha Limpa“ nimmt seine erste Kongresshürde. Ziel des Begehrens: Es soll nur im Wahlkampf kandidieren dürfen, wer eine „ficha limpa“, also eine „saubere Personenakte“ und sich keiner schweren Vergehen schuldig gemacht hat. Doch ob ein Gesetz dazu noch vor den Wahlen im Oktober verabschiedet wird, ist fraglich.
Der Präsidentschaftskandidat der Grünen Partei Kolumbiens, der Philosoph und Mathematiker Anatanas Mockus, und seine drei Mitstreiter setzen auf die „Kraft der Bleistifte“ statt auf Waffengewalt. Mit zunehmendem Erfolg, wie jüngste Umfragen zeigen.
„Das Thema Belo Monte ist noch nicht abgeschlossen!" Der Bischof von Altamira, Dom Erwin Kräutler, zeigte sich auf der 48. Vollversammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz CNBB in Brasilia kämpferisch. Die öffentliche Ausschreibung sei eine „Summe an Absurditäten“ gewesen.
In Honduras fallen immer mehr Journalisten der Gewalt zum Opfer. Seit dem Amtsantritt des honduranischen Staatspräsidenten Porfirio Lobo Sosa wurden in dem mittelamerikanischen Land sieben Journalisten und ein Nachrichtensprecher getötet. Noch keiner der Fälle ist aufgeklärt.
Kolumbiens Kleinbauern müssen in Las Palvas Palmölplantagen eines Agrokonzerns weichen –“Las Pavas ist ein beispielhafter Fall von Korruption, Raub und Menschenrechtsverletzungen“, sagt Pfarrer Osvaldo Diaz.
Ende Mai findet sich Brasilien vor dem Gerichtshof für Menschenrechtsfragen auf der Anklagebank wieder. Hier wird wegen der bisher ungesühnten Morde an 70 Angehörigen der "Araguaia-Guerrilha" während der Militärdiktatur (1964 bis 1985) verhandelt.
Friedenskarawane in Oaxaca von Paramilitärs beschossen
Mindestens zwei Tote. Internationale Menschenrechtsbeobachter, Aktivisten aus sozialen Organisationen und der indigenen Bewegung wurden am 27. April von Paramilitärs der "Vereinigung für das Gemeinwohl der Region Triqui" beschossen.
Verschärftes Gesetz im US-Bundesstaat Arizona kriminalisiert Migranten ohne Papiere. US-Präsident Obama bezeichnete die neue Bestimmung als „verantwortungslos“.
Eine kurze Bilanz der "Weltkonferenz der Völker über Klimawandel und Rechte der Mutter Erde", einem alternativen Klimagipfel, der vergangene Woche in Cochabamba zu Ende ging.
Lange Zeit hatte er sich geziert offiziell in den Ring zu steigen. Doch seit dem 10. April ist Jose Serra Kandidat der großen Oppositionsparteien für die Nachfolge von Luiz Inacio Lula da Silva im Präsidentenamt.
Der 19. April ist in Brasilien der "Tag des Indio". Grund genug für die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Rondonia eine Bilanz zu ziehen. Mehr als 160 Verfahren liegen ihr vor, in denen die Rechte der Eingeborenen in diesem Teil der Amazonasregion verletzt wurden.
Um ihre Landrechte gegen den Zugriff des Staates zu verteidigen, sind Ureinwohner aus Paraguay vor den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof gezogen. In der peruanischen Hauptstadt Lima hatten sie nun Gelegenheit, dem Tribunal ihren Fall vorzutragen.
In Brasilien wehren sich Viehzüchter gegen Vorwürfe, mit ihren Rinderherden für einen erheblichen Teil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich zu sein. Die Ausweitung der Viehzucht hat die Abholzung von Wäldern zur Folge.
Der "rote April" in Brasilien strebt seinem Höhepunkt entgegen. Mit der jährlich stattfindenden Aktion will die Landlosenbewegung MST an den 17. April 1996 erinnern. Damals töteten Polizeikräfte im Norden des Landes 19 Teilnehmer an einer Protestveranstaltung.
Nach einem Verhandlungsangebot der Regierung und dem Tod von mindestens sechs Menschen haben peruanische Minenarbeiter ihre Protestaktionen für die rechtliche Anerkennung ihrer bisher illegalen Tätigkeit ausgesetzt. Sie warten auf die Verabschiedung eines dem Parlament bereits seit neun Monaten vorliegenden Gesetzes.
Von kranken, verletzten, traumatisierten Menschen, von Unterernährung und Notunterkünften, aber auch von Solidarität, Freude und Hilfsbereitschaft berichtet die Ordensfrau María Fernanda Ramirez, eine Missionsärztliche Schwester aus Peru. Sie war von Anfang Feburar bis Mitte März in Haiti, um verletzten Menschen zu helfen. Sr. Birgit Weiler, ebenfalls Missionsärztliche Schwester, sprach mit ihr über ihre Eindrücke.
Supermächte der Zukunft beraten über neue Leitwährung
China und Russland zeigen Präsenz in Lateinamerika. Gerade erst war Russlands Ministerpräsident Vladimir Putin da, jetzt reist Präsident Dimitri Medwedew durch Lateinamerika. Am Donnerstag wird er in Brasilien erwartet und dort auf keinen Geringeren treffen als Chinas Staatschef Hu Jintao – ebenfalls ein alter Bekannter in Lateinamerika.
Mehr als zwölf Jahre dauerte das Martyrium des Pablo Emilio Moncayo in der Gefangenschaft der marxistischen Guerilla-Organisation Farc, ehe der 31 Jahre alte Soldat in der Osterwoche endlich seine Eltern in die Arme schließen konnte. Als Moncayo am 21. Dezember 1997 im Alter von 19 Jahren wie so viele andere Kolumbianer in den vergangenen Jahren entführt war, kannte der junge Mann noch kein Internet, kein Handy und auch seine kleine Schwester war noch nicht geboren.
Mehr als 100 Tote in Favelas durch Erdrutsche. “Es war, als hätte der Himmel seine Schleusen geöffnet.” So beschrieb eine in Rio de Janeiro lebende Journalistin den Regen, der 17 Stunden lang ununterbrochen zwischen Montag und Dienstag über der brasilianischen Stadt niederging.
Millionen Menschen in Entwicklungsländern leiden an Krankheiten wie Malaria und Leishmaniose. Die Investitionen in die Erforschung wirksamer Medikamente sind mangelhaft. Ein Expertentreffen in Brasilien hat sich nun mit der Frage befasst, wie sich die medizinische Versorgung dieser vielen, meist armen Patienten bewerkstelligen lässt.
Der Anteil der brasilianischen Bevölkerung, die in den Armenvierteln der großen Städte lebt, ist einem neuen UN-Bericht zufolge um 16 Prozent zurückgegangen. Das südamerikanische Land selbst bezweifelt zwar die Richtigkeit dieser Angabe, bestätigt aber eine generelle Verbesserung der Lebensbedingungen in den Slums.
“Organhandel ist ein Verbrechen, das nicht von Armen begangen wird“, sagt die Ordensfrau María Elida dos Santos von der Organisation „Organ Traffic“. Sie fordert die Behörden dazu auf, dieses Verbrechen als solches wahrzunehmen und zu ahnden.
Zehntausende Menschen haben in ganz El Salvador an Gedenkveranstaltungen für den vor 30 Jahren ermordeten Erzbischof Oscar Romero teilgenommen. Der Präsident von El Salvador, Mauricio Funes, nutzte die Gelegenheit, sich für die damalige unrühmliche Rolle des Staates beim Mordkomplott offiziell zu entschuldigen.
Cartoneros: Ein argentinisches Phänomen, so lautet der Beitrag von Andreas Junger, der seine Examensarbeit zu dem Thema schrieb. Er erläutert, was sich hinter dem Begriff „Cartonero“ verbirgt, wie der Beruf entstand und liefert gleichzeitig eine Analyse zur Wirtschaftskrise in der jüngeren Geschichte des Landes.
Sauberes Trinkwasser ist Mangelware im Regenwald Brasiliens. Auf einigen Inseln des Amazonasdeltas allerdings hat sich die Trinkwasserversorgung dank Padre Jonas da Silva verbessert.
Gleichberechtigung stand im Mittelpunkt des 3. Internationalen Frauenmarsches, der gestern in Brasilien zu Ende ging. Dabei ging es u.a. um Themen wie wirtschaftliche Unabhängigkeit, Gewalt gegen Frauen, Mutterschaft, anti-rassistische Erziehung und Ökologie.
Eine neue Podcastfolge ist online. Sie bietet Informationen über die Geschwisterlichkeitskampagne in Brasilien, über die Folgen des Erdbebens in Chile und über Oscar Romero, der vor 30 Jahren in El Salvador ermordet wurde.
Brasiliens Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva musste nach seinen jüngsten Äußerungen zum Hungerstreik kubanischer Häftlinge heftige Kritik einstecken. Er sei blind gegenüber den dortigen Menschenrechtsverletzungen, so Kritiker. Doch Lulas Solidarität zum kränkelnden Castro-Regime könnte Teil einer neuen Diplomatie Brasiliens mit dem Ziel der Gegenmachtbildung zu den USA sein.
Der experimentelle Anbau von 24 gentechnisch veränderten Maissorten ist in Mexiko bereits erlaubt worden. In der Sierra Juárez wehren sich indigene Landwirte gegen eine „Kolonialisierung“ durch Genmais.
Im brasilianischen Bundesstaat Acre scheint die Quadratur des Kreises gelungen: wirtschaftliche Entwicklung und Schutz des Amazonaswaldes gehen Hand in Hand. Beobachtungen zum amazonischen Musterländle.
Deutsche kritisieren mangelnde Hilfsbereitschaft der Botschaft. Während in Chile eine Woche nach dem schweren Erdbeben die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange sind und die Regierung eine dreitägige Staatstrauer verhängt hat, haben sich deutsche Reisende über die mangelnde Hilfe der Botschaft beklagt. „ Uns hat das Beben am Samstag voriger Woche in der Hauptstadt Santiago überrascht“, schilderte eine deutsche Lehrerin.
"Seguiremos en marcha hasta que todas seamos libres" - „Frauen in Bewegung, bis wir alle frei sind.“ Unter diesem Motto findet in diesem Jahr die 3. Internationale Aktion des Frauenmarsches in São Paulo statt. Er ist eine von zahlreichen Aktionen am 8. März, dem Weltfrauentag, der schon seit 100 Jahren weltweit begangen wird.
Die Katastrophenhilfe kommt im Süden an. Die Katastrophenhilfe in Chile ist unter der Koordination der Caritas Santiago angelaufen. Zusammen mit dem Roten Kreuz und staatlichen Stellen werden Nahrungsmittel in den Süden des Landes gebracht und verteilt.
Marina Silva wird sich im Oktober als Kandidatin der Grünen Partei um den Präsidentenposten bewerben. In ihrer jetzt gestarteten Wahlkampagne zielt die Umweltaktivistin besonders auf die Stimmen von Frauen aus der unteren Mittelschicht. Brasiliens Grüne haben traditionell einen Nachteil: außer Studenten und alternativ denkenden Mittelklässlern nimmt sie kaum jemand wahr.
Beben bringt Versäumnisse im Musterland Südamerikas an den Tag
Chile hat nach dem Erdbeben am vergangenen Samstag und dem Tsunami an der Küste mehr als 700 Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen. Die Schäden an der Infrastruktur sind enorm. Einige Regionen waren noch am Montag von der Außenwelt abgeschnitten. Das Ausmaß der Katastrophe wurde offenbar zunächst falsch eingeschätzt.
Medien berichten: Keine dritte Amtszeit für Präsident Uribe
Ex-Verteidigungsminister Santos will Uribe im Mai beerben. Die Ära von Präsident Alvaro Uribe in Kolumbien geht nach acht Jahren offenbar ihrem Ende zu. Wie aus gut unterrichteten Justizkreisen am Donnerstag verlautete, wird das Verfassungsgericht in Kürze das geplante Referendum über eine zweite Wiederwahl Uribes ablehnen.
Dilma Rousseff ist die offizielle Präsidenschaftskandidatin der regierenden Arbeiterpartei Partido dos Trabalhadores (PT) für die Wahlen im Oktober. Sie ist das Ziehkind des allmächtigen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren kann.
Das Bündnis soll Alternative zur OAS werden. Präsidenten von 32 Ländern Lateinamerikas und der Karibik werden eine neue Staatengemeinschaft gründen. Dies sei der erste Schritt zur Schaffung eines Bündnisses, das die Einheit und Identität der Region wiederbelebe, so der mexikanische Präsident Felipe Calderón.
Luis Carlos Marrero von der Organisation „Grupo Reflexión y Solidaridad Oscar A. Romero” berichtet über einen Ausflug zum Vulkan Imbabura. Die Reise wurde in Gedenken an Priester Leonidas Proaño organisiert, der in diesem Jahr hundert Jahre alt geworden wäre. Proaño setzte sich für die Rechte der indigenen Völker ein.
Mineral als Schadstoffkiller beliebt. Dass Zeolith zum Schutz der Umwelt beiträgt, wissen nicht nur Mineralogen. Auch die kubanische Regierung hat die Bedeutung der kristallinen Substanz erkannt und will nun die landeseigenen Zeolith-Lagerstätten im großen Stil vermarkten.
Präsident Lobo zwischen den Fronten. Staatschef Porfirio Lobo hat den ehemaligen guatemaltekischen Vizepräsidenten Eduardo Stein mit der Bildung der Kommission beauftragt. Weder Zelayas noch Michelettis Anhänger glauben an einen Erfolg.
Haitis Bebenopfer versuchen ihr Leben neu zu organisieren. Die größten Trümmer sind beseitigt, die Leichen beerdigt. Ab Freitag wird es wieder. Linienflüge nach Port-au-Prince geben, tausende von US-Soldaten sind bereits wieder in die Heimat zurückgekehrt, aber noch gleicht die haitianische Metropole einer auf Ruinen errichteten Zeltstadt.
Professor aus Panamá äußert sich zu katastrophalen Lebensumständen von Indigenas. Gegen Ende 2009 erhob sich in Panama eine Protestwelle als Reaktion auf die Repression gegen die indigenen Gemeinden: „Einer indigenen Gemeinschaft anzugehören wird in Panama langsam gefährlich. Die derzeitige Bildungsministerin verbietet es den nachkommenden Generationen in ihren Sprachen zu träumen, zu sprechen und zu schreiben.“
Ein Brief aus der Stadt Juárez schildert die Leiden einer schwindenden Gemeinschaft. Die Stadt Juárez liegt im Norden Mexikos, nahe der Grenze zum US-amerikanischen Staat Texas. Seit der Wirtschaftskrise haben viele Fabriken in Juárez geschlossen, woraufhin Arbeiter die Stadt verließen. Das Militär hat großen Einfluss auf den Alltag der Bewohner.
Das “Drama” vom wundersamen Reichtum der Kirchners
Lukrative Geschäfte des argentinischen Präsidentenpaars unter Beschuss. Er regiert, sie kümmert sich um die Geschäfte, dann regiert sie, und er kümmert sich um die Geschäfte. Von 1,2 auf 8,5 Millionen Euro haben Cristina und Nestor Kirchner ihr Vermögen seit 2003 vermehrt.
Justice et Paix fordert erneut bessere Kommunikation mit der Bevölkerung
In einem zweiten offenen Brief an den Premierminister Haitis hat die Nationale Kommission für Justitia et Pax Haiti die Regierung energisch dazu aufgefordert, die Kommunikation mit der Bevölkerung zu verbessern. Außerdem hat sie den Behörden konkrete und detailreiche Vorschläge unterbreitet, um die schwierige Situation in Port-au-Prince nach dem Erdbeben am 12. Januar zu verbessern.
Interview zur Situation in Haiti nach dem Erdbeben. Haiti-Referentin Margit Wichelmann spricht über die Gründe der Armut im Land, die Probleme der Hilfslieferungen, Adoptionen von Kindern aus Haiti und die Zukunft der Haitianer.
Hören Sie die neueste Folge unseres Podcasts. In dieser Folge dreht sich alles um Haiti: die einzige Filmschule Haitis, zu Besuch in der kleinen haitianischen Stadt Baradères, ein Interview zu den Ursachen und Folgen des Erdbebens und ein Buchtipp.
Am kommenden Sonntag sind im mittelamerikanischen Land Präsidentschaftswahlen. Laura Chinchilla hat nach einem unaufgeregten Wahlkampf gute Chancen, eine Mehrheit der Stimmen zu bekommen.
Offener Brief an Premier Bellerive und Präsident Préval
In einem offenen Brief an Präsident René Préval und Premierminister Jean Max Bellerive hat die Menschenrechtsorganisation Justitia et Pax Haiti die haitianische Regierung eindringlich dazu aufgefordert, sich präsenter und aktiver zu zeigen.
Seit den Wahlen im Dezember sind 28 Prozent der Abgeordneten und Senatoren weiblich. Die Parlamentarierinnen kämpfen nun dafür, die Hälfte aller Posten in Regierung, Justiz und Legislative mit Frauen zu besetzten. Kürzlich wurde Ana María Romero zur ersten Senatspräsidentin in der Geschichte Boliviens ernannt.
Die haitianische Kommission für Justitia et Pax hat zusammen mit Caritas Haiti und anderen haitianischen Organisationen ein Arbeitspapier verfasst, in dem es darum geht, welche Hilfe für Haiti am dringlichsten ist und wie eine Unterstützung der europäischen Partner aussehen könnte. Hier eine Zusammenfassung der Überlegungen.
Für die Annulierung der Schulden, gegen eine Militarisierung
Vertreter aus mehr als 20 Ländern sprachen in Montréal über Prioritäten und verfügbare Mittel beim Wiederaufbau Haitis. Gleichzeitig veröffentlichte ein internationales Netz sozialer Organisationen einen offenen Brief, in dem es sich gegen die Militarisierung Haitis und für die sofortige Annulierung der Auslandsschuld aussprechen.
In Port-au-Prince kehrt ein Hauch von Normalität ein. Doch zehntausende Menschen leben noch auf der Straße. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern und Millionen kosten. Heute beginnt in Montréal eine internationale Konferenz zu dem Thema.
In einem Schreiben an Freunde, Unterstützer und Projektpartner hat P. Jan Hanssens, Direktor von Justitia et Pax in Haiti, die Situation im Land zusammengefasst und Fragen zur Zukunft des Landes gestellt. Der Menschenrechtsexperte, der seit mehr als 30 Jahren in Haiti lebt, drückt seine Sorge über die politischen Folgen des Edbebens aus.
Auf das Erdbeben in Haiti folgt die Flucht. "Sie klopfen an unsere Türen und bitten um Hilfe. Wir dürfen sie nicht enttäuschen", fordert der Bischof von Fort Liberte, Chibly Langlois.
"Wir haben die Chance, ein besseres Haiti aufzubauen"
Ein Brief von Pierre Dumas, Bischof von Anse-à-Veau et Miragoâne (Haiti). Er ist Präsident der Caritas Haiti und war im Dezember 2009 auf Einladung von Adveniat in Deutschland zu Gast. Dumas berichtet über das Geschehene und entwickelt daraus eine Wegweisung in die Zukunft Haitis.
Rund die Hälfte der Todesopfer ist minderjährig. Das Erdbeben hat außerdem aus vielen Kindern Waisen gemacht. Sie sind traumatisiert und vielerlei Gefahren ausgesetzt. Kinderhilfswerke sehen Adoptionsaktionen kritisch: „Adoption ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung.”
Eine Botschaft der Diözese Fort Liberté im Nordosten Haitis: Sie ermutigt die Menschen, nicht aufzugeben und entwirft einen Aktionsplan zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Port-au-Prince.
Präsident Lulas Probleme mit dem Nationalen Menschenrechtsplan und die darin vorgesehene Einrichtung einer Wahrheitskommission zur Aufarbeitung der in der Militärdiktatur begangenen Menschenrechtsverstöße.
"Ich lebe, doch mein Land versinkt in großem Schmerz."
Seit dem 14. Januar 2010, zwei Tage nach dem Erdbeben, sind bei dem Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat mehr als 100 Briefe von Projektpartnern aus Haiti eingetroffen, manche sehr kurz: „Ich lebe - betet für Haiti!“, viele jedoch mit schlechten, ja entsetzlichen Nachrichten. Wir veröffentlichen einige Auszüge aus den Briefen in Übersetzung sowie einen Nachruf auf den langjährigen Adveniat-Projektpartner Serge Miot, Erzbischof von Port-au-Prince, der bei dem Erdbeben umkam.
Ein kolumbianischer UNO-Mitarbeiter beschreibt, wie er das Erdbeben erlebt und überlebt hat. 70 Menschen konnten in den vergangenen Tagen aus den Trümmern gerettet werden. Die Hilfe kommt auf Touren, doch die Lage bleibt insgesamt katastrophal.
119 Armenviertel in gefährdeten Hanglagen sollen abgerissen werden. Kritiker bezeichnen das Vorhaben der Regierung als „Operation Olympische Reinigung“.
Klassenbester mit Schattenseiten: Das Pazifikland ist gestern erstes südamerikanisches OECD-Mitglied geworden. Doch es gibt eine große soziale Ungleichheit im Land.
Am vergangenen Donnerstag sind 17 Angehörige der Armee, die nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft in die Entführung und spätere Ermordung von drei Jugendlichen und jungen Männern vor über einem Jahr verstrickt sind, aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ihre Mütter wehren sich dagegen.
Präsidentin Kirchner plant per Dekret zur Schuldentilgung in die Schatullen der Zentralbankreserven zu greifen. Zentralbankpräsident Martin Redrado, ein anerkannter Ökonom, mißfällt das - und brachte die Präsidentin in Rage.
Regierungsopposition sieht Gewaltenteilung in Gefahr. In Bolivien ist eine Kontroverse zwischen Regierung und Opposition um die Kontrolle der Justiz entbrannt. Der wiedergewählte Präsident Evo Morales hat die Ernennung von Übergangsrichtern durch Parlament und Regierung vorgeschlagen.
Grenzkonflikt führt zu mehr Gewalt. Die diplomatische Krise zwischen Kolumbien und Venezuela dauert seit Wochen an. Beide Seiten haben die Präsenz von Militäreinheiten an der Grenze verstärkt. Blickpunkt Lateinamerika sprach mit Bischof Jaime Prieto Amaya des kolumbianischen Bistums Cúcuta an der venezolanischen Grenze.
"Silberberg" hat lange und grausame Geschichte. Der Eintritt in die Hölle kostet fünf Dynamitstangen, zwei Handvoll Koka-Blätter, ein paar Zigaretten und eine Flasche Alkohol. Zu besorgen direkt am Fuß des "Cerro Rico", dem berühmt-berüchtigten Silberberg im bolivianischen Andenhochland.
„El Niño“ ist das spanische Wort für Christkind. Die meisten Menschen verbinden mit diesem Wort die Weihnachtszeit, Geschenke und eine besinnliche Zeit im Kreis der Familie. In Südamerika und besonders in Peru und Ecuador hat „El Niño“ aber auch noch eine andere Bedeutung.
Wilfredo Ardito setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Menschen in Peru nicht mehr wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden. Seine eigene Betroffenheit und sein christlicher Glaube motivieren ihn dazu. Eine neues Gesetz bestätigt ihn in seiner Arbeit.
Brasiliens ungelöstes Abwasserproblem: Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen haben eines der gravierendsten Probleme Brasiliens zurück in das öffentliche Bewusstsein des Landes gebracht. Es fehlt an Kanalisation und Klärwerken für die Abwässer aus Millionen von Haushalten, verursacht durch eine chaotische Besiedlung und das Jahrzehnte lange Versagen der Politiker.
Interview mit Keli Kpedzroku über den Voudou-Glauben. Der Voudou-Glaube hat seine Wurzeln in Afrika und ist durch afrikanische Slaven im 15. Jahrhundert auch nach Haiti gekommen. Keli Kpedzroku kommt usprünglich aus Westarika und hat einige Rituale und Informationen zur Voudou-Religion auf einem Lateinamerikatag in Bamberg vorgestellt.
Weihnachtsfest dieses Jahr mit neuen Freiheiten. Für seine Weihnachtsbotschaft hat sich der kubanische Kardinal Jaime Ortega in diesem Jahr eine besondere Zielgruppe ausgesucht: Er wandte sich an die Exil-Kubaner, die erstmals nach der Lockerung der US-Blockade des Fest gemeinsam mit ihrer Familie in der Heimat feiern können.
Weihnachtssterne traten von Mexiko aus ihren Siegeszug um die Welt an. Blutrot, karminrot, orangerot, dazwischen ein paar Tupfer weiß und rosa. Der Weihnachtsstern-Markt von Atlixco in Zentralmexiko ist ein Schmaus für die Augen.
Selbst Bill Clinton lassen die Eindrücke nicht unberührt: Der ehemalige US-Präsident kämpfte beim Besuch der Küstenstadt Gonaives, die im vorigen Jahr Unwettern fast völlig zerstört hatten, mit den Tränen. "Wir müssen hier helfen. Von dieser Stadt ist nichts mehr übrig geblieben."
Rio de Janeiro und São Paulo - zwei Städte, die stets miteinander im Wettstreit liegen. Wer hat den besseren Karnaval, die besten Fußballteams, die größte Lebensqualität? Meist gewinnt dabei die Stadt am Zuckerhut. Im Dezember beginnt ein neuer Konkurrenzkampf: Das Rennen um Brasiliens größten Weihnachtsbaum.
Das Rennen um Brasiliens größten Weihnachtsbaum
Rio de Janeiro und Sao Paulo - zwei Städte die stets im Wettstreit miteinander Liegen. Wer hat den besseren Carnaval,
die besten Fußballteams, die größte Lebensqualität? Meist gewinnt dabei die Stadt am Zuckerhut. Auch was den größeren
Weihnachtsbaum angeht liegt Rio wieder mal vorne. Doch Sao Paulo hat dieses Jahr den Vorsprung um fünf Meter verkürzt.
Arturo Beltran Leyvas Versteck war eine schicke Wohnanlage in der Stadt Cuernavaca. In der Nacht zum Donnerstag verwandelte sich das Viertel in eine Art Kriegsschauplatz. Die Sicherheitskräfte hatten den Wohnsitz des Drogenbosses umstellt, doch Beltran Leyva, einer der meistgesuchtesten Drogenhändler Mexikos, ergab sich nicht.
Seit mehr als zwölf Jahren hat Pablo Emilio Moncayo kein Weihnachtsfest mehr in Freiheit erlebt: Der Unteroffizier einer Kommunikationseinheit der kolumbianischen Militärs war 1997 während eines Gefechts mit den "Revolutionären Streitkräften Kolumbiens" (Farc) in die Gewalt der ältesten Guerilla-Organisation des Landes geraten.
Globales Wirtschaften zu Lasten lokaler Bevölkerungen. In Argentinien und Paraguay bestimmen Sojamonokulturen die Landschaften. In Ostdeutschland werden Schweinemastanlagen in großem Stil aufgezogen. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Entwicklungen?