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03.02.2012

Brasilien

Minister für Städte zurückgetreten

Medien veröffentlichten Berichte über Korruption.

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03.02.2012

Kolumbien

Guerilla steigt ins Fleischgeschäft ein

Metzgereien klagen über Dumping-Preise.

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02.02.2012

Chile

"Wer studiert, sollte dafür zahlen"

Seit mehr als einem halben Jahr protestieren Chiles Studenten für eine Reform des Hochschulsystems. Padre Fernando Montes ist Rektor der Jesuitischen Universität Alberto Hurtado in Chile und spricht im Interview über die Problematik des chilenischen Bildungssystems.

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02.02.2012

Chile

"Die Universität wird als Geschäft betrieben"

Die Studentenproteste in Chile gehen in die zweite Runde. Nachdem im vergangenen Jahr monatelang mehr als 150.000 Studenten für eine Reform des Hochschulsystems demonstriert haben, reisen die drei Wortführer der Bewegung nun durch Europa. Dabei wird deutlich – es geht um mehr als eine Reformierung des Bildungssystems.

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02.02.2012

Argentinien

Regen lässt Bauern aufatmen

Folgen der Dürre gemindert.

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01.09.2010

Brasilien

Urlaub in den Favelas

Jugendliche in einer Favela (Foto: Jürgen escher/Adveniat)

Michael Jackson hat hier einen Video-Clip gedreht, auch ein Energydrink-Hersteller aus Österreich hat die Kulisse für einen Fahrrad-Wettbewerb genutzt: Brasiliens Armenviertel, genannt Favelas, haben in der Vergangenheit immer wieder als Kulisse für spektakuläre Aktionen gedient. Brasiliens Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva will den Besuch der schaurig-schönen Schauplätze nun dem Rest der Welt schmackhaft machen und gab am Montag in einem dieser Favelas den Startschuss für ein ganz besonderes touristisches Programm. Die sogenannte "Rio Top Tour" soll Touristen in das bislang verschriene Viertel Santa Marta locken. "Favelas sind ganz normale Stadtviertel wie andere auch", sagte der Präsident während der kleinen Zeremonie und ließ sich bereitwillig mit Einwohnern des Slums ablichten. Ein Teil von ihnen wird künftig als Touristenführer arbeiten, so steht es zumindest in seinem Konzept.

Angst vor Slums nehmen

Das Pilotprojekt soll vier Jahre vor der Fußball-Weltmeisterschaft und sechs Jahre vor den Olympischen Spielen helfen, den internationalen Gästen die angesichts der Gewaltausbrüche in der Vergangenheit keineswegs unbegründete Angst vor den brasilianischen Slums zu nehmen. Bunte Hinweisschilder führen die Touristen nun zu den interessanten Plätzen, so zum Beispiel zum "Espaco Michael Jackson", wo der „King of Pop“ 1996 den Clip zum Song "They Don´t Care About us" drehte und die Favela-Besucher als Komparsen dienten. Stationen einer sogenannten "pazifistischen Polizei" sorgen dafür dass sich die Gäste, die sich erstmals in dem ungewohnten Ambiente bewegen, sicher und frei bewegen können. Aber auch Samba-Schulen, Kunst-Werkstätten und ein Aussichtspunkt von dem die Gäste einen atemberaubenden Blick über Rio de Janeiro genießen können, gehören zum Touristenpfad.

Das Vorhaben Santa Marta touristisch zu erschließen, ist nur eine von vielen Maßnahmen mit denen sich Rio de Janeiro von seinem gewalttätigen Image lösen will. Als vor einigen Monaten die Bilder um die Welt gingen, wie eine schwer bewaffnete Jugendbande den Abschuss eines Polizei-Hubschraubers feierte, läuteten in der Stadtverwaltung von Rio und im Büro des Staatspräsidenten die Alarmglocken. Die dezenten Hinweise der Organisationskomitees der FIFA und des IOC, Brasilien solle an einem Sicherheitskonzept arbeiten, blieben nicht ungehört.

Erst im vergangenen Jahr sorgte der Bau einer meterhohen Mauer rund um das Viertel für Schlagzeilen. Menschenrechtsorganisationen befürchteten eine weitere Gettoisierung der Favelas, die Stadtverwaltung rechtfertigte sich mit dem Versuch, ein weiteres, unkontrolliertes Wachstum der Slums in die umliegenden Wälder verhindern zu wollen.

Zweifelhafte Säuberung

Bevor die Touristen durch die engen Gassen und auf die vielen Treppen in Santa Marta gelassen werden, haben die brasilianischen Sicherheitskräfte zudem das Viertel von allzu brutalen Drogengangs und Jugendbanden „gesäubert“. Die Regierung erntet für diese Vorgehensweise nicht überall ungeteilten Applaus. Bürgerverbände in benachbarten Favelas befürchten, dass die aus dem Vorzeige-Favelas vertriebenen kriminellen Banden nun in der weniger kontrollierten Nachbarschaft ihr Geschäft fortführen.

Autor: Tobias Käufer

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