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21.05.2012

Dominikanische Republik

Danilo Medina von der PLD gewinnt Wahlen

Opposition erkennt Ergebnis nicht an.

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18.05.2012

Kolumbien

Abgeordnete verabschieden „Rahmenplan für den Frieden“

Ex-Innenminister Londoño überlebt Bombenanschlag.

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18.05.2012

Guatemala

Proteste gegen Verhängung des Ausnahmezustandes

Indigenen-Organisation legt Verfassungsbeschwerde ein.

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16.05.2012

Honduras

Entführter Journalist tot aufgefunden

Menschenrechtskommission kritisiert Behörden.

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16.05.2012

Peru

Lote 8: Verseuchtes Wasser, Pucacuro und Pluspetrol

Ein für den 14. Mai anberaumtes Treffen zwischen Behördenvertretern, der Gemeinde Pucacuro und Vertretern der Firma Pluspetrol im Amazonasgebiet hat nicht stattgefunden, meldet die Agentur Servindi. Die Achuar müssen also weiter darauf warten, dass die Verschmutzung des Wasserreservoirs Atiliano ernsthaft untersucht wird. 2006 stellten Gesundheitsbehörden bei den Bewohnern erhöhte Blei- und Kadmiumwerte im Blut fest.

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18.08.2010

Brasilien

Bischof Kräutler rechnet mit Lula ab

In der Kathedrale von Altamira, Parà, Bischof Erwin Kräutler; Foto: Escher/Adveniat

Belo Monte. Mit harten Worten hat der Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, ein Fazit der Regierungszeit des scheidenden Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva gezogen. "Lula wird uns in Erinnerung bleiben als der Präsident der den indigenen Völkern des Xingu-Flusses ein Ende bereitet hat." In einem vom Indianer-Missionsrat der katholischen Kirche, CIMI, veröffentlichten Interview äußert sich Kräutler, der gleichzeitig Präsident des CIMI ist, über die seiner Ansicht nach rücksichtslose Vorgehensweise der Regierung in Brasilia bei der Durchsetzung des Megastaudammes Belo Monte, der die Existenz der Indios vom Xingu-Fluss im Amazonasgebiet in Frage stellt. Sollte das  Projekt tatsächlich durchgeführt werden, so würden die Indigenen ihre Gebiete am Xingu-Fluss verlieren und nicht überleben können, so Kräutler.

"Derjenige, der den Startschuss zu dieser Monstrosität gegeben hat, wird vor der Geschichte Brasiliens und der Welt verantwortlich sein für den Tod dieser Völker," so Bischof Kräutler.  Der Bau des drittgrößten Staudammes der Welt wird nach Berechnungen der Regierung gut 500 Quadratkilometer Urwald überfluten. Gleichzeitig legt er weite Teile des Xingu-Flusses trocken und entzieht damit nach Ansicht von Kritikern den dort lebenden Indios ihre Existenzgrundlage. Das gut 8,5 Milliarden Euro teure Projekt, das 2015 ans Netz gehen soll, ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Regierung von Präsident Lula da Silva, der sich persönlich für den Bau des Dammes eingesetzt hat. CIMI setzt sich seit Jahren für einen Stopp des umstrittenen Projektes ein.

Bischof Kräutler äußerte sich ebenfalls zu der anhaltenden Gewalt von Seiten weißer Landbesitzer und Großunternehmen gegen die indigene Bevölkerung. "Es ist besonders wichtig zu hinterfragen, was hinter der Gewalt steckt. Und da ist es stets die Frage des Landbesitzes, beziehungsweise des Mangels an Land, auf der die Gewalt gegen die Ureinwohner beruht." Gegen die Gewalt zu arbeiten, heißt stets die von der Verfassung garantierten Rechte der indigenen Völker auf ihr eigenes Land, auf ihre eigene Kultur und ihre eigene Lebensweise zu verteidigen, so Kräutler. Die vor allem im Norden und Zentral-Westen Brasiliens konzentrierten Indigenen-Gebiete sehen sich immer stärker von der vordringenden Landwirtschaft und den sich intensivierenden Aktivitäten großer Rohstoffkonzerne bedroht, die selbst vor rechtlich geschütztem Land nicht Halt machen würden.

Für den CIMI-Präsident ist die Zusammenarbeit mit der zuständigen Indigenenbehörde FUNAI, die eigens zum Schutz der  bedrohten Völker ins Leben gerufen worden war, besonders "kompliziert". "Die FUNAI ist ein ausführendes Organ der Bundesregierung und hat keine eigene Philosophie, sondern übernimmt stets die des gerade im Amt befindlichen Präsidenten. Ist es im Sinne der Regierung die Indigenen zu retten, bemüht sich die FUNAI dies umzusetzen. Wenn nicht, hoffen sie im Grunde dass die indigenen Völker einfach verschwinden mögen," so der Bischof. Für CIMI gehe es nicht darum Sonderrechte durchzusetzen, sondern lediglich die von der 1988 verabschiedeten Verfassung garantierten Rechte einzufordern.

Im Hinblick auf die im Oktober stattfindenden Wahlen, in denen der Nachfolger von Präsident Lula da Silva gewählt wird, äußerte sich Kräutler wenig optimistisch. So würden die am aussichtsreichsten im Rennen liegenden Kandidaten die Indigenenfrage vollkommen ausklammern, da damit keine Stimmen zu gewinnen seien. Trotzdem will sich der Bischof nicht entmutigen lassen. "Unser Kampf wird weitergehen." Optimistisch stimme ihn das wachsende Selbstbewußtsein der indigenen Völker, die sich endlich ihrer Haut wehren würden. "Sie, die stets getreten wurden, erheben ihre Köpfe und erkennen dass sie Kinder dieses Landes, dieser Erde sind. Und  niemand kann ihnen dies nehmen."

Autor: Thomas Milz

Weitere Informationen

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www.adveniat.de
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